Das neue Vorstandsteam des Kreisverbands (v.l.n.r.): Kreiskassierer Alexander Gutwein, Beisitzerin Monika Schroth, die beiden Sprecher*innen: Patrick Alberti und Sigrid Schüller, sowie die Beisitzenden Kian Fathieh, Max Himberger und Kristina Kunad.

Neuer Kreisvorstand gewählt

Rückblick auf die Jahreshauptversammlung 2021

„Für Klimaschutz, sozialen Zusammenhalt und starke Grüne vor Ort“

Die Jahreshauptversammlung des Kreisverbands Kurpfalz-Hardt konnte dieses Jahr wieder in Präsenz stattfinden.  Auf der Tagesordnung stand neben dem Rückblick auf ein erfolgreiches Wahljahr die Neuwahl des Vorstandsteams sowie zahlreiche weitere Wahlen.

So viele Mitglieder des Kreisverbands Kurpfalz-Hardt von Bündnis 90/Die Grünen waren in der letzten Zeit selten an einem Ort versammelt. Aber der Anlass hat alle zusammengebracht: Über 40 Mitglieder aus den 13 Städten und Gemeinden des Kreisverbands kamen am Donnerstagabend zur Jahreshauptversammlung zusammen und füllten unter Coronabedingungen den Saal im Neulußheimer Haus der Feuerwehr sprichwörtlich bis auf den letzten Platz. „Es ist schön, euch nach der digitalen Jahreshauptversammlung im letzten Jahr heute alle hier in Neulußheim begrüßen zu dürfen“, eröffnete Kreisverbandssprecherin Sigrid Schüller die Sitzung und stieg auch direkt in die Tagesordnung ein. Denn die war lang und der Zeitplan darum straff.

Ein Wahlkampf „auf Sicht“ unter Pandemiebedingungen

Zu Beginn schauten die Grünen auf die vergangenen Wahlen zurück. „In allen Wahlkreisen konnten wir bei den Erst- und Zweitstimmen deutlich zulegen“, resümierte Schüller. Die Orte des Kreisverbands Kurpfalz-Hardt liegen in drei Bundestags-Wahlkreisen. Aber leider habe es nur im Wahlkreis Heidelberg, zu dem auch Eppelheim gehört, für ein Mandat gereicht: Franziska Brantner holte sensationell das Direktmandat in der Universitätsstadt und dem nördlichen Rhein-Neckar-Kreis. In den Wahlkreisen Rhein-Neckar und Schwetzingen-Bruchsal reichte es leider nicht, auch wenn die Stimmengewinne durchaus deutlich gewesen seien, so Schüller. Deutlich besser lief es zuvor bei der Landtagswahl, bei der gleich zwei Personen aus dem Kreisverband in den Landtag einziehen konnten: Norbert Knopf für den Wahlkreis Wiesloch und Dr. Andre Baumann für den Wahlkreis Schwetzingen.

„Wir schauen auf ein turbulentes Jahr zurück, in dem wir häufig ‚auf Sicht‘ fahren mussten“, so Schüller. Denn niemand habe genau voraussagen können, wie sich die Pandemie entwickeln würde. Das gelte eben auch für den Wahlkampf, denn niemand zuvor habe Erfahrungen mit einem Wahlkampf unter Pandemiebedingungen sammeln können. Am Ende waren so gut wie keine großen Präsenzveranstaltungen möglich und Vieles wurde ins Netz verlagert. Zum Beispiel in Form von digitalen Veranstaltungen – so lud etwa Norbert Knopf regelmäßig sonntags zum digitalen Frühstücksgespräch mit wechselnden Gästen ein. Die Präsenz in den sozialen Netzwerken wuchs stark an und die Pressearbeit war umfangreicher als je zuvor.

Im Anschluss stellte Kreiskassierer Norbert Knopf den Kassenbericht vor. „Nach wie vor steht der Kreisverband auf einem soliden Fundament“, so Norbert Knopf. Insbesondere durch den erfreulich großen Mitgliederzuwachs seien die Einnahmen gestiegen. Auf der anderen Seite haben sich aber die beiden Wahlkämpfe auch spürbar auf die Finanzlage ausgewirkt. „Jetzt müssen wir beginnen, Rücklagen für die nächsten Wahlen zu bilden“, erklärte Knopf. Regina Czechanowski bestätigte als Kassenprüferin die ordnungsgemäße Kassenführung und bat um die Entlastung der Kasse und des gesamten Vorstands, eine Bitte, der die Mitgliederversammlung einstimmig nachkam.

Alte und neue Gesichter im Vorstand

Nach der Entlastung wurden die aus dem Vorstand ausscheidenden Mitglieder geehrt. Norbert Knopf nahm sein Präsent persönlich entgegen. Wegen seines Landtagsmandats tritt er nicht mehr für den Kreisvorstand an. Ebenso begründet der bisherige Sprecher des Kreisverbands, Dr. Andre Baumann, seine Entscheidung, nicht erneut zu kandidieren. Auch Jacqueline Koch-Mattern tritt nicht mehr zur Wahl der Beisitzerin an. „Ihr habt eine enorm gute Vorstandsarbeit gemacht – auch in Hinblick auf den Wahlkampf, der euch neben der Arbeit im Vorstand enorm viel abverlangt hat. Das war eine wahnsinnig tolle Leistung, die ihr da geliefert habt“, bedankte sich Sigrid Schüller bei den ausscheidenden Mitgliedern.

In der anschließenden Vorstandswahl wurde Sigrid Schüller erneut mit großer Mehrheit zur Sprecherin des Kreisverbands gewählt. Patrick Alberti, Gemeinderatsmitglied aus Oftersheim wurde neu in das Sprecher*innen-Team gewählt. Für Norbert Knopf wurde Alexander Gutwein, der auch Vorstandsmitglied des Grünen Ortsverbands Sandhausen ist, als Kreiskassierer gewählt. Als Beisitzer bleiben Max Himberger, Stadtrat aus Walldorf, und Kristina Kunad aus St. Leon-Rot dem Kreisverband erhalten. Die Neulussheimer Gemeinderätin Monika Schroth und Neumitglied Kian Fathieh aus Walldorf vervollständigen das Vorstandsteam.

Wahlen über Wahlen

Die Vorstandswahl war aber erst der Beginn, an den sich weitere Wahlen anschlossen: Die erfahrenen Parteimitglieder Christa Balling-Gündling aus Eppelheim, Kathrin Vobis-Mink aus Schwetzingen und Wilfried Weisbrod aus Walldorf bilden das neue Kreisschiedsgericht. Zu Kassenprüfer*innen wurden Regina Czechanowski aus Schwetzingen und Günther Martin aus Ketsch gewählt. Für die nächste Landesdelegiertenkonferenz am 4. und 5. Dezember in Heidenheim wurden ebenfalls drei Personen, Kerstin Rabbel, Bharti Saini und Wilfried Weisbrod, gewählt.

Während der Diskussionen zu den einzelnen Tagesordnungspunkten und in den Gesprächen dazwischen, war am Ende dieser langen Sitzung eines klar: Die Grünen sind für die kommende Zeit gut aufgestellt und nach den Wahlerfolgen in diesem Jahr hoch motiviert. „Wir werden nicht nachlassen, grüne Werte vor Ort in den Gemeinden umzusetzen. Für das Klima und für sozialen Zusammenhalt“, erklärte Schüller zum Schluss und es bestand bei den Anwesenden keinerlei Zweifel, dass dies auch gelingen wird – mit starken Ortsverbänden und Gemeinderäten vor Ort und einem starken Kreisverband sollen die Weichen für eine erfolgreiche Kommunalwahl im Jahr 2024 gestellt werden.